Wachsende Bewusstheit (Essays, Lyrik)
Eine andere Welt ist möglich (Links)
Zitate

Leben
[Die allgegenwärtige Lüge unserer Existenz als von-Gott-und-der-Welt getrennte Wesen] ist wie etwas Klebriges, das einen umgibt, das einen von allen Seiten berührt: Man kommt nicht voran, man kann nichts tun, ohne diesen schwarzen und klebrigen Fingern der Lüge zu begegnen. Es [ist] ein sehr trauriges Gefühl. Letzte Nacht kam es dann wie eine Antwort: Es war, als ließe man mich das MITTEL leben, diese Lüge in Wahrheit zu verwandeln, das war so freudig ... Es kommt offensichtlich einer Schwingung der Freude [in den Zellen] gleich, die fähig ist, die Schwingung der Lüge aufzulösen und zu überwinden. Es war sehr klar: Nicht die Anstrengung, nicht die Rechtschaffenheit, weder Skrupel noch Starrheit vermögen das - nichts von alledem - das hat überhaupt keine Wirkung auf diese Traurigkeit (es ist eine Traurigkeit) der Lüge, es ist etwas so Trauriges, so MACHTLOSES, so Jammervolles ... (...) Nur eine Schwingung der Freude vermag das zu ändern. Es [ist] eine Schwingung, die wie silbriges Wasser fließt. Das bedeutet, dass weder Strenge noch Askese, nicht einmal eine intensive und strenge Aspiration, jede Art von Strenge, dass all das keinerlei Wirkung erzielt - die Lüge bleibt im Hintergrund bestehen, ohne sich zu rühren. Nur dem Sprudeln der Freude kann sie nicht widerstehen. Ich hatte sogar die Vision von der Art und Weise, wie die Zellen im Innern vibrieren: Es war eine ganz silbrige, sprudelnde, bebende, aber sehr gleichmäßige und präzise Schwingung. Wie soll ich es erklären? ... Es war in den Zellen der Gegensatz zu Lüge. Es war wie winzige Explosionen silbrigen Lichts.
- Mutter (Mirra Alfassa) in "Mutter oder die Neue Spezies"

Solange wir uns von unseren Vorstellungen, was Leben sei, nicht lösen können, werden wir nie erkennen, wie völlig geborgen wir eigentlich sind und dass der Kampf ums eigene Überleben und persönliche Sicherheit reine Energieverschwendung ist.
- Bernadette Roberts in "Jenseits von Ego und Selbst"
Hätte ich keinen Namen für das was ist, wäre ich umgeben von Wundern.
- Jörg Starkmuth, in: Die Entstehung der Realität
"SEIN bedeutet die Fähigkeit, in jeder Sekunde das zu sein, was man ist: ein Apfelbaum, eine Gazelle, ein Gesang mit diesem oder jenem Klang, der einfach singt. Der Mensch, dieses menschliche Zwischen-stadium, bedeutete die Fähigkeit, das zu sein, was man nicht ist, und weil das nicht wirklich möglich ist,
war es eine Fähigkeit der Unwirklichkeit in einer Festung der Unwirklichkeit – allerdings fliegt uns diese Unwirklichkeit nun ganz einfach ins Gesicht."
- Satprem, in: Mutter oder Die Mutation des Todes

Geh dorthin, wo du verletzt bist, wo deine Sehnsucht sitzt, wo du Schmerz spürst. Bleibe damit, mach keine Bewegung davon weg. Geh nicht in die Gedanken; bis es zu einem totalen Stillstand in dir kommt. Dann findet dort eine neue Bewegung statt. Lass den Schmerz, die Sehnsucht, das Verletztsein sich ausweiten in dir. Du kannst nichts tun. Geh dorthin, wo du hilflos bist, wo du ohnmächtig bist, lass dich tragen, habe Vertrauen. Wenn es ganz ausgeweitet ist, wenn alles Platz hat, ist die Liebe da. Lass sie zu dir kommen, lass sie da sein. Du hast sie ein Leben lang gesucht, überall, mit allen Mitteln, in den Beziehungen, im Sex, in der Sucht, in der Arbeit.
- Samuel Widmer
Leben ist ein Abenteuer des Verbindung Aufnehmens. Die Verbindungen, die du in Liebe eingehst, sind diejenigen, die dir zum Ruhme gereichen. Alle anderen sind Massenware. Sie mögen dich unterhalten oder herausfordern, aber am Ende werden sie dich hungrig und durstig nach dem wirklichen Sinn des Lebens zurücklassen. Die Seele schreit nach einer Erfahrung, die ihr nur das Leben im Körper geben kann. Der Körper schreit nach einer Erfahrung von Unsterblichkeit, die nur die Seele geben kann."
- Glenda Green in "Love without end. Jesus speaks"
Das Universum ist viel riesiger, explosiver und kreativer, auf unheimliche Weise schöner und geheimnisvoller, als sich das irgendwer jemals hätte träumen lassen.
- Joel Primack (Physiker)

Ist unsere Existenz wichtig für irgendetwas, das größer ist als wir?
- Elizabeth Debold
Es ist nicht wichtig, wer Jesus war, wer Hitler war oder wer wer war in diesem verzwickten Zahnrad unserer gemeinsamen menschlichen Erfahrungen, die wir seit Jahrtausenden machen. Dabei ist einzig wichtig, dass alle Erfahrungen, die Menschen jemals hatten, in einer Art riesigem energetischen Lagerhaus aufbewahrt werden. Zu diesem Lagerhaus hat jeder von uns Zugang. Buchstäblich jeder Mensch, der die Geduld aufbringt und den Willen hat loszulassen, kann praktisch jede menschliche Inkarnation, die existiert hat, erleben. Solch eine Erfahrung kann sehr aussergewöhnlich und äusserst nützlich sein. Sie kann die Quelle zu neuen Einsichten, neuer Weisheit und sogar neuer Energie sein.
Aber: Der Versuch, sich mit solch einer Inkarnation zu identifizieren kann verhängnisvoll sein. Es ist eine Falle, in die so viele Menschen schon geraten sind, einschliesslich mir selbst.
Eine Religion, die die wunderbare Schönheit des Universums so betonen würde, wie sie von der modernen Wissenschaft gezeigt wird, wäre vielleicht in der Lage, Quellen der Ehrfurcht und der Verehrung zu erschließen, die von den traditionellen Glaubensrichtungen kaum berührt werden. Früher oder später wird eine solche Religion entstehen.
- Carl Sagan (Astronom)
Sage die Wahrheit und immer wieder die Wahrheit. Wenn du die Wahrheit auf der tiefsten Ebene aussprichst, die dir zugänglich ist, findest du Hilfe überall. Wenn du der Wahrheit treu bleibst, siehst du, wo deine Persönlichkeit dem Mitteilen dieser Wahrheit im Weg steht. Dann hast du wieder den Moment der Wahl, deiner persönlichen Vorliebe oder dem Größeren zu folgen.
- Gangaji

Des Schöpfers Vermächtnis fließt immer in deine Richtung in der Form der Liebe. Es tritt in dich hinein über dein Energetisches Herz und "reist" seinen Weg zu deinem Körper. Von deinem Herzen aus berührt es dein Gehirn und setzt Hormone in deinen Blutstrom frei, die - mit der Zeit - deine Ausstrahlungen vervollkommnen. Spüre diesen Prozess. Sei dir bewusst, dass er geschieht. Co-kreiiere bewusst sein Erscheinen. Und wenn du dies machst, lasse es geschehen mit dem einfachen Befehl: "Was zu mir kommt, fließt durch mich."
Ich will nicht sterben ohne gelebt zu haben, nicht in der Angst leben zu fallen oder Feuer zu fangen. Ich wähle, meine Tage zu bewohnen, dem Leben zu erlauben, mich zu öffnen, auf dass ich weniger furchtsam und zugänglicher werde, auf dass mein Herz sich löst, bis es mir Flügel gibt, zur Fackel, zum Versprechen wird. Ich wähle, meine Bedeutsamkeit zu wagen, so zu leben, dass das, was als Same zu mir kam als Blüte an den Nächsten weitergeht, und das, was als Blüte zu mir kam, als Frucht weitergegeben wird.
- Dawna Markova

Weißt du noch, wie wir (... ) aufs Vorgebirge hinaufwanderten, um dem Feuerwerk zuzusehen, das am Meer veranstaltet wurde? Unter all den Raketen war ab und zu eine, die zwar zündete, aber es nicht schaffte, zum Himmel aufzusteigen. Nun, wenn ich an das Leben meiner Mutter denke, an das meiner Großmutter, an das Leben vieler Menschen, die ich kenne, dann fällt mir genau dieses Bild ein - sie implodieren, anstatt aufzusteigen.
- Olga, in "Geh wohin dein Herz dich trägt", von Susanna Tamaro
Wer aber die Frage stellt, den Ernst einer Seele auf den Lippen, und meint: "Was habe ich zu tun?" - den nehmen Gefährten bei der Hand, die er nicht kannte und die ihm alsbald vertraut werden und die antworten (er lauscht, was Wundersames da kommen mag, und ist erstaunt, als nichts anderes folgt denn dies): "Du sollst dich nicht vorenthalten."
- Martin Buber
Life is not a business to be run, but a mystery to live.
(Leben ist kein Geschäft, das es zu organisieren gilt, sondern Geheimnis, das gelebt werden will.)
- Osho
"Aber es ist nicht leicht", sagte sich Pu, als er das betrachtete, was einst Eules Haus gewesen war. "Denn ein Gedicht und ein Gesumm sind keine Sachen, die man so einfach packen kann, nein, man wird von ihnen gepackt. Und alles, was man dazu tun kann, ist, dorthin zu gehen, wo sie einen finden können."
- Pu, der Bär

Hier nun weihte mich die Natur in einem schlichten, stillen Moment in ihr Geheimnis ein und ich sah, wie alles eigentlich war. Gott, das Leben, war nicht in den Dingen, es war genau umgekehrt. Alles war in Gott. Und wir waren nicht in Gott wie Wassertropfen, die man vom Meer trennen kann, sondern eher wie ... nun, das einzige was mir einfiel, war, wie wenn wir versuchen wollten, von einem aufgeblasenen Ballon ein Stückchen abzukneifen. Wenn wir das abgekniffene Stückchen wegschneiden, platzt der ganze Ballon, es geht also nicht. Man kann nichts von Gott trennen, und sobald wir die Vorstellung des Getrenntseins aufgeben, taucht alles wieder zurück in die Ganzheit Gottes und des Lebens.
Zu sehen, wie eigentlich alles ist, ist eines - es zu beschreiben ein anderes. Eines ist sicher: Solange wir an Anworten hängen, solange sich der Verstand an Definitionen und sonstiges klammert, werden wir die Dinge nie so sehen, wie sie wirklich sind.
- Bernadette Roberts in "Jenseits von Ego und Selbst"
In my deepest light I created you from my desire to understand my universe. You are my emissaries. You are free to journey the universe of universes as particles from my infinite womb with destinies that you alone will write. I do not prescribe your journey or your journey's aim. I only accompany you. I do not pull you this way or that, nor do I punish you when you stray from my heart. This I do as an outcome of my belief in you.
You are the heirs of my light, which gave you form. It is my voice that awakened you to individuality, but it will be your will that awakens you to our unity. It is your desire to know me as your self that brings you to my presence so perfectly hidden from your world. I am behind everything that you see, hear, touch, smell, feel, and believe.
I live for your discovery of me. It is the highest expression of my love for you.
(In meinem tiefsten Licht habe ich euch aus meinem Wunsch erschaffen, mein Universum zu verstehen. Ihr seid meine BotschafterInnen. Ihr seid frei, das Universum der Universen als Partikel aus meinem unendlichen Schoß zu bereisen, mit Schicksalen, die ihr und nur ihr schreiben werdet. Ich schreibe weder eure Reise noch das Ziel eurer Reise vor. Ich begleite euch nur. Ich ziehe euch nicht hierhin oder dorthin, noch bestrafe ich euch, wenn ihr euch von meinem Herzen entfernt. Das ist so, weil ich an euch glaube.
Ihr seid die Erben meines Lichts, das euch Form gegeben hat. Es ist meine Stimme, die euch zur Individualität erweckt hat, aber es wird euer Wille sein, der euch zu unserer Einheit erweckt. Es ist euer Wunsch, mich als euer Selbst zu (er)kennen, der euch in meine Gegenwart bringt, die so vollkommen vor eurer Welt verborgen ist. Ich bin hinter allem was ihr seht, hört, berührt, schmeckt, riecht, fühlt und glaubt.
Ich lebe dafür, dass ihr mich entdeckt. Es ist der höchste Ausdruck meiner Liebe für euch.)

Das bisherige Gefühl von einem "Ich", das die Handlungen ausführte, schien eine völlige Illusion zu sein. Das persönliche "Ich" war niemals der Handelnde gewesen - es hatte lediglich dessen Maske getragen. Alles ging weiter wie bisher, nur die Person, die zu handeln glaubte, war abwesend.
(...) Der Sinn des menschlichen Lebens hat sich offenbart. Die unendliche Weite hat diese menschlichen Kreisläufe erschaffen, um sich selbst aus sich selbst heraus zu erfahren, wie es ansonsten nicht möglich wäre. Diese Menschlichkeit bietet der Substanz aus der wir alle bestehen, die Möglichkeit, sich selbst zu lieben - und die Liebe des Unendlichen für sich selbst ist absolut überwältigend. Die Worte "Liebe, Glückseligkeit und Ekstase" können nur annähernd das Ausmaß der Wertschätzung des Unendlichen für sich selbst beschreiben, wie es durch diese menschlichen Kreisläufe ausgedrückt wird.
- Suzanne Segal, in "Kollision mit der Unendlichkeit"
Ohne jeden Zweifel befand ich mich nun im Großen Strom, und jede Vorstellung von Ekstase, Glückseligkeit, Liebe und Freude verblasst angesichts der außerordentlichen Einfachheit, Klarheit und Ganzheit einer solchen Existenz.
- Bernadette Roberts in "Jenseits von Ego und Selbst"

Unter Menschen
Uralter Wust ist zwischen Mensch und Mensch gehäuft. (...) Mitunter tappen die Menschen im bangen Rausch aufeinander zu – und verfehlen sich, denn der Mulmhaufen ist zwischen ihnen. Räumt ihn weg, du und du und du! Stellt Unmittelbarkeit, aus dem Sinn formende, ehrfürchtige, keusche Unmittelbar-keit zwischen den Menschen her! - Du sollst dich nicht vorenthalten.
- Martin Buber, aus „Was ist zu tun?“
Wir nehmen die Welt, wie sie uns erscheint, oft als gegeben hin. Wir glauben, so wie wir die Welt sehen, so ist sie ...
Doch können wir erkennen, dass jeder Mensch die Welt zu seiner Welt macht? Augenblick für Augenblick. Wir färben die Wirklichkeit ein zu unserem "Erfahrungsuniversum", zu "unserem" Leben, "unserem" inneren Erfahrungsraum.
Eine gewohnte Kommunikation erweitert sich um Quantensprünge, wenn wir lernen, die inneren Erfahrungsräume des Gegenübers wahrzunehmen. Wenn alle alles von allen sehen, wenn die Welten, in denen Menschen leben, für uns offensichtlich werden, wenn wir nichts mehr privatisieren und alles für alle transparent ist, entsteht eine neue Basis an Interaktion und Erkenntnis. Wir nennen dies transparente Kommunikation - sie ist die Grundlage eines neuen Wir.
Der nächste Evolutionsschritt für die Menschheit als Kollektiv beinhaltet eine neue Dimension von Wir - ein Wir, das von einer geringeren interpersonellen Reibung geprägt ist und somit ein höheres Potenzial an Intelligenz verströmt.
- Thomas Hübl

Ich finde es interessant, wenn man zu verstehen beginnt, dass der spirituelle Impuls auch ein Impuls hin zu einer höheren Verbundenheit ist, speziell für diejenigen Individuen, die sich schon weiter entwickelt haben. Zuerst wird dieser Impuls als der Wunsch nach der Erfahrung tieferer Zustände empfunden, nach einer Verbundenheit mit dem Leben, dem tiefsten Teil von einem selbst, nach Ganzheit. Beginnen wir jedoch zu diesem tiefsten Teil unserer selbst und der ihm innewohnenden Ganzheit und Fülle zu erwachen, dann stellen wir fest, dass ein Teil dieses spirituellen Impulses in dem Verlangen besteht, sich miteinander zu verbinden und mit anderen Menschen zusammenzukommen – im Kontext der tieferen Ganzheit, die wir erkannt und erfahren haben und zu der wir erwacht sind. Ich glaube nicht, dass man das eine vom anderen trennen kann; es ist, mit anderen Worten, nicht möglich, den Wunsch nach der Erfahrung höherer Zustände von dem Wunsch zu trennen, sich mit anderen Menschen auf einer tieferen Ebene zu treffen und zu verbinden. Und daran liegt es, denke ich, dass Menschen, die spirituell erwachen, oft neue Beziehungen schaffen möchten, weil sie sich im Kontext von etwas Tieferem begegnen möchten, dessen sie sich vorher vielleicht nicht bewusst waren.
Wir sind hier, weil es letztlich kein Entrinnen vor uns selbst gibt. Solange wir uns nicht selbst in den Augen und Herzen unserer Mitmenschen begegnen, sind wir auf der Flucht. Solange wir nicht erlauben, dass unsere Mitmenschen an unserem Innersten teilhaben, gibt es für uns keine Geborgenheit. Solange wir fürchten, durchschaut zu werden, können wir weder uns selbst noch andere erkennen - wir werden allein sein.
Wo können wir solch einen Spiegel finden, wenn nicht in der Gemeinschaft mit unserem Nächsten. Hier in der Gemeinschaft können wir uns erst richtig klar über uns selbst werden und uns nicht mehr als den Riesen unserer Träume oder den Zwerg unserer Ängste sehen, sondern als Menschen, die als Teile eines Ganzen, zum Wohle der Gemeinschaft, ihren Beitrag leisten.
In solchem Boden können wir Wurzeln schlagen und wachsen; nicht mehr allein - wie im Tod - sondern lebendig als Mensch unter Menschen.
- Susanne Gierens/Gerald Brieskorn, frei nach Richard Beauvais
Die Abwesenheit von Konflikten allein ist nicht genug. Authentische Freundschaft – in der wir kreative Partner sind und das Leben, Gott und den GEIST lieben – erfordert Menschen, die mit Konflikten so kreativ wie möglich umgehen. Dabei geht es nicht immer nur friedlich zu, aber es wird ekstatisch sein. Es erfordert Autonomie, eine hoch entwickelte Fähigkeit zu Autonomie und Unabhängigkeit, mit der Bereitschaft, so kreativ wie irgend möglich mit anderen Menschen zusammenzuarbeiten, zu tanzen, zu argumentieren und zu kämpfen.
Damit das geschehen kann, muss das Ego der beiden oder hoffentlich vielen Parteien bereits zu einem erheblichen Grad transzendiert worden sein, sodass wir zusammenkommen, und uns so kreativ wie möglich aneinander reiben können. Diese kreative Spannung wäre dann nicht durch das Ego verursacht, sondern durch das authentische Selbst, das ich schon oft erwähnt habe, der Gottesimpuls selbst würde diese Reibung verursachen.
- Andrew Cohen

Wer auf Konkurrenz und Abgrenzung gepolt bleiben will, wird - so paradox es heute noch klingen mag - bald nicht mehr wettbewerbsfähig sein. Er wird einfach als eine Art Auslaufmodell von der Evolution überholt werden. Die Vorboten davon sind überall sichtbar. (...) Stellen wir uns eine Menschheit vor, die sich wie ein Organismus fühlt und deren höchstes und vitalstes Interesse es deswegen ist, für das gemeinsame Wohl dieses Organismus zu sorgen. Ich weiß, wir sind noch nicht so weit, und der Gedanke wirkt ein bisschen träumerisch. Aber der Zusammenschluss von einfacheren zu komplexeren Systemen war schon immer ein Leitfaden der Evolution. Und die Entwicklungsgeschwindigkeit scheint sich in der heutigen Zeit zu potenzieren ...
- Francois Michael Wiesmann
Du bist der Prozess: Evolutionäre Philosophie und evolutionäre Spiritualität basieren auf der Erkenntnis, dass wir Teil eines wunderbaren Prozesses sind, der seit Milliarden von Jahren existiert und sich ständig entwickelt hat. Dadurch erkennen wir, dass unsere eigene persönliche Erfahrung dieses Prozesses in seinen vielen inneren und äußeren, gröberen und subtileren Dimensionen lediglich ein sehr kleiner Teil eines unendlichen Entwicklungsprozesses ist. Gedanken und Gefühle, die im individuellen Bewusstsein auftauchen, reflektieren emotionale und psychologische Strukturen oder Gewohnheiten, die sich langsam über Jahrtausende hinweg entwickelt haben.
Manche Menschen interpretieren das Wort Prozess als etwas Unmenschliches. Aber es ist in Wirklichkeit genau das Gegenteil. Ich verstehe diesen Prozess nicht in einem flachen, mechanischen und materialistischen Sinn. Dieser Prozess ist lebendig. Du bist es. Du bist der Prozess. Diese Veränderung der Perspektive ist so bedeutend, da du beginnst, dein eigenes Selbstgefühl als Teil eines gewaltigen, sich entfaltenden Entwicklungsstromes zu sehen. Dein Verständnis, was es bedeutet ein menschliches Wesen zu sein, erweitert sich nahezu ins Unendliche. Du beginnst, deine eigene Menschlichkeit und dein Potenzial für eine größere Menschlichkeit als Ergebnis dieses Prozesses zu verstehen--als ein dem Prozess innewohnender Teil und, soweit uns bekannt ist, der am weitesten entwickelte Ausdruck dieses Prozesses. Dadurch vergrößert und erweitert eine evolutionäre Spiritualität dein Verständnis, was es bedeutet ein Mensch zu sein, nahezu ins Unendliche.
- Andrew Cohen
In diesem Zustand jenseits von Dualität erlebst du gleichzeitig die Befreiung deiner Schöpferkraft und Autonomie, und das Wegfallen dieser Empfindung, von den anderen getrennt zu sein; das Gefühl von Grenzen zwischen dir und anderen fällt einfach weg.
So ist es, wenn das Eine und die Vielen EINS werden, aber wenn sie das tun, werden sie paradoxerweise nicht ununterscheidbar - das ist das Wunderbare an diesem Zustand.
- Andrew Cohen
Keine Angst mehr vor der Angst(mache)

Alle derzeitigen Gesellschaften auf unserem Planeten teilen eine Reihe von Glaubenssätzen. Von zentraler Bedeutung für die Struktur und die Ordnung dieser Gesellschaften ist der Glaubenssatz, dass Menschen in gewisser Weise zutiefst Defizite haben. Das bedeutet, dass wir Menschen bis auf die Ebene unseres Zellkerns glauben, irgend etwas sei tiefgreifend mit uns nicht in Ordnung.
Im Christentum und im Judentum ist dieser Glaubenssatz als „Erbsünde“ bekannt. Seit dem Fall von Atlantis halten Menschen an diesem Glaubenssatz fest. Es ist sehr wichtig zu wissen, dass es sich nur um einen Glaubenssatz handelt. Dieser ist jedoch derartig tief in unserem Wesen verwurzelt, dass wir ihn nicht von der Realität unterscheiden können.
Dieser Glaubenssatz ist die Quelle für jegliches Leiden auf unserem Planeten. Leiden ist unserer Spezies nicht angeboren. Es gibt keinen grossen Plan für die menschliche Existenz, nach dem wir unser Leben in Kummer und Leid, Elend und Depression verbringen sollen. Leiden ist eine Illusion.
Jede Krankheit ist das Ergebnis dieses Glaubenssatzes...
Jede Unterdrückung auf diesem Planeten ist das Ergebnis dieses Glaubenssatzes...
Jede Ungerechtigkeit auf diesem Planeten ist das Ergebnis dieses Glaubenssatzes...
Es ist Zeit, dass wir aufwachen und unsere wahre Natur erkennen, sprich wer wir wirklich sind. Es ist Zeit, die Mauern unserer Illusion auf sanfte und behutsame Weise zu durchbrechen und den Weg hinein in die Realität zu gehen...
[Ein Zitat, das uns die Angst vor der Angstmache nehmen kann, indem es uns hilft, die Angstmache als das zu durchschauen, was sie ist: gezielte und rein zum Zweck der Manipulation eingesetzte Vorspiegelung falscher Tatsachen, um uns Angst zu machen und aus unserer Angst finanziellen Gewinn und Machtzuwachs zu ziehen:]
Angst funktioniert nur dann als Geldeintreiber, wenn man den Menschen gleichzeitig auch Hoffnung gibt. Ob diese Hoffnung real ist oder nicht, interessiert eigentlich niemanden. Es geht nur darum, dass wenn man nur Angst verbreitet, zu viele Menschen resignieren und das wiederum stoppt den Geldfluss. Deshalb muss man immer gleichzeitig Hoffnung anbieten. Wer dieses Prinzip verstanden hat, der kann sehr, sehr reich werden, oder aber ein sehr bewusstes Leben führen und muss sich nicht mehr von den Politikern und Geldmaschinen in Menschengestalt an der Nase herumführen lassen.
Wir lassen also [um gleichzeitig mit der Krebsangst falsche Hoffnung zu verbreiten] den Präsidenten sagen, dass es Hoffnung gibt, den Krebs in wenigen Jahren zu besiegen und dass wir heute schon wissen, wie das geht: durch Genmanipulation. (...) In unserer "Werbekampagne", wie unheilbar Krebs ist, werden wir also permanent erwähnen, dass wir nur über die Gene das Krebsproblem lösen können, und so werden zukünftig die Steuereinnahmen nicht mehr nur für militärische Konzepte verbraucht, sondern auch für medizinische.
- in: Prof. Dr. Peter Yoda, Ein medizinischer Insider packt aus
Mann und Frau

Für einen Augenblick seid ihr verzaubert, hellwach, wie elektrisiert. Ihr sagt dann vielleicht, ihr hättet euch verliebt, oder ihr fühltet euch stark berührt oder magisch angezogen von jenem Menschen. Ihr könntet auch sagen: Für einen Augenblick hat meine Seele die Augen geöffnet und ihresgleichen erblickt.
Nun habt ihr die Wahl. Ihr könnt den magischen Augenblick verstreichen lassen, ohne das Bedürfnis zu entwickeln, mehr davon zu erleben; ihr könnt ihn zu verewigen versuchen, indem ihr die Begegnung wiederholt, verlängert und zu jender Regelmäßigkeit werden lasst, die ihr Beziehung, Partnerschaft oder Ehe nennt; oder ihr könnt in jenem Funken, der übergesprungen ist, den Funken erkennen, der das heilige Feuer entfachen kann, und euch bereit erklären, ihm jene Teile eures Wesens als Nahrung zu geben, derer es bedarf, um zu einem großen und dauerhaften Feuer zu werden, das einem großen Umkreis Licht und Wärme gibt.
(...) So bedarf die Beziehung, damit sie ihre Heiligkeit bewahrt, der ständigen Reinigung durch Loslösung von Erinnerung und Erwartung und durch die Bereitschaft zur Öffnung für das Neue des gegenwärtigen Augenblicks.
- Safi Nidiaye, in "Die Schönheit der Liebe"
Was ist Weiblichkeit? Weiblichkeit ist die Bereitschaft und Fähigkeit, mit offenem Herzen zu leben. Sie ist die Bereitschaft, die Seele im Körper zu empfangen. Sie ist das Tor zum Leben und zur Kreativität. (...) Ohne Weiblichkeit lebt die Seele nicht, ohne Männlichkeit kann sich die Seele nicht ausdrücken. Die Männlichkeit kommt zu einem Mann über das Weibliche. Männlichkeit ist die Kraft, das Wissen der Seele in Handlung umzusetzen. Darin liegt keine Wertigkeit. Beides gehört zusammen.
- A. Terker
Da der weibliche Körper meistens nur von außen - nach der Figur, den Proportionen, den Kurven - beurteilt wird, sehen die Frauen sich selbst wie aus der Vogelperspektive. Sie sind daran gewohnt, sich von außen, aus einer gewissen Distanz zu sehen, aber selten spüren sie sich auch von innen. Wenn die Frau lernt, eine nährende Liebesbeziehung mit ihrem eigenen Körper aufzubauen und innerlich mit ihm zu verschmelzen, wird sie mit ihrer erwachten lebendigen Sinnlichkeit eine atemberaubende weibliche Ausstrahlung haben, die die ganze Atmosphäre um sie herum verändert.
(...) Die weibliche Vagina ist der physische "Raum", in den der Mann eintritt. Und als Gegenpol dazu ist es die Frau, die den Mann physisch empfängt bzw. ihn in sich hineinlässt. Diese beiden Funktionen - das Eintreten und das Empfangen - sind sehr verschieden voneinander. Der Mann ist der Gast, die Frau die Gastgeberin.
- Diana Richardson, in "Zeit für Weiblichkeit"
Neue Wege finden

Was du wünschst, musst du selber sein! Hörst du? Das ist das Geheimnis. Was du wünschst, das sei.
Nicht Geld sei, Reichtum sei, reich sei, Reichheit sei. Verstehst du? Wer reich ist, leidet keinen Mangel. Denke nicht Mangel, sprich nicht Mangel. Reich bist du in Mir, Meine Tochter, überreich. Sei!
- in: Safi Nidiaye, "Den Weg des Herzens gehen"
„Eurem Herzen wohnt Bewusstsein inne. Was ihr „Schuld“ nennt ist ein eingebautes Alarmsystem, das signalisiert, dass ihr vom Weg des Herzens abgewichen seid. Ein Mensch der seinem Herzen folgt wird niemals Schuld fühlen, selbst wenn er sich etwas außerhalb der Grenzen dessen bewegt was die Gesellschaft als angemessen betrachtet. Aber ebenso wird ein Mensch, der nur aus dem Verstand lebt,
sich stets insgeheim schuldig fühlen, selbst wenn er logisch versucht, „das richtige“ zu tun. Er wird darin keine innere Befriedigung finden und so wird er seine Fähigkeit zu wissen,was richtig ist, bald verlieren. Schließlich wird er es ganz aufgeben, und die verborgene Schuld nagt ständig an ihm. (...) Aber ihr könnt es ganz einfach umkehren, ganz und gar anmutig und voller Gnade."
„Wie?“
„Folgt eurem Herzen!“
- in: Glenda Green, "Love without end" (zitiert in deutscher Übersetzung)
The only courage you will ever need is the courage to live the life of your own dreams. (Der einzige Mut, den du jemals brauchen wirst, ist der Mut, das Leben zu leben, das du erträumst.)
- Ophrah Wimphrey
Wieder kam mir der Gedanke: "Sei selbst Wasser. Sei selbst Wasser. Wenn du selbst Wasser bist, kannst du auch Wasser finden."
- in: Marlo Morgan, Traumfänger
Lebewesen sind darum keine Maschinen. Sie sind Werkzeuge der Sehnsucht. Sie sind Verlangen, das sich einen Körper gesucht hat.
- in: Andreas Weber, Alles fühlt - Mensch, Natur und die Revolution der Lebenswissenschaften

Gerade wenn du glaubst, du befändest dich in ausweglosen Situation, wenn du den Gipfel höchster Verzweiflung erreichst, verändert sich mit der Geschwindigkeit eines Windstoßes alles, dreht sich, und plötzlich lebst du unvermutet ein neues Leben.
- Olga, in "Geh wohin dein Herz dich trägt" von Susanna Tamaro

Geh und die Angst ist gegangen.
- A. Terker
Wenn wir wüßten, wie frei wir sein könnten, würden wir platzen!
- Noldi Alder (im Film "Heimatklänge")
Die Begegnung mit den Menschen der australischen Wüste hat meine verzweifelte Suche nach einer anderen, von der Realität losgelösten Welt in die Einsicht verwandelt, dass es auf Erden gilt, gehen zu lernen. Als Wanderer in der Welt der Fantasie haben die [Aborigines] mir beigebracht, dass die Träume keine Zufluchtstätten, sondern ein Spiegel der Wünsche sind, die nur dann leben können, wenn Individuen und Gemeinschaften ... jene Wege voller Fallen und Unvorhersehbarem beschreiten, die sie sich vorgezeichnet haben.
- Barbara Glowczewski, in "Träumer der Wüste - Leben mit den Ureinwohnern Australiens"
Wir haben in dich eine Substanz, ein Suchen, ein Sehnen gelegt, und wir wachen darüber und lassen es nicht verloren gehen, sondern bringen es zu einem bestimmten Ort.
- Hz. Mevlâna (Sufi)

Auf brüchigem Eis, ohne Rüstung und Waffen so stehe ich wie auf verlorenem Posten. Dennoch werde ich immer wieder den scheinbar sicheren Boden verlassen. Hundertachtmal in der Minute gehe ich in die Irre und gerate in Panik auf dem Weg zum Königreich ohne Bezugspunkte. Die Gefahr, dumm zu erscheinen, zählt gering im Vergleich zu der Gefahr, auf billige Weise davonkommen zu wollen. (...) Der Schmerz des Sehnens wird gekühlt von Zuversicht. Ich bin nicht ausgeliefert. Meine Entscheidung ist frei.
in: Uli Olvedi " Die Stimme des Zwielichts"
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